TOP-Level Domain auf Synology DS per Flex-DNS einrichten

Vergesst DynDNS oder Synology QuickConnect…

wenn Ihr auch eure eigene Top-Level-Domain mit der Synology „verknüpfen“ könnt.
Der NAS als Dateispeicher ist schon eine feine Sache. In diesen Zeiten tut sich der ein oder andere schwer seine Dateien auf Cloud-Diensten abzulegen, womit so ein NAS als „private Cloud“ in den Vordergrund tritt.
Euer Ziel ist es die dynamisch wechselende externe IP eures Providers an einen Hostname zu binden. Das funktioniert z.B. mit DynDns. Aber wer mag sich schon einen Hostname merken der meineNas2456@dyndns.org oder quickConnect.to/einfachzulang lautet. Wie wäre es stattdessen mit meinetopleveldomain.de. Mit Flex-DNS ist dies möglich.

Feaure Flex-DNS

Zunächst benötigt Ihr einen Domain-Hoster der das ganze mitmacht. Ich für meinen Teil hoste meine Domains bei Domain-Offensive. Aus diesem Grund basiert dieser Beitrag auch darauf. Das nette Feature nennt sich bei Domain-Offensive „Flex-DNS“ und ist bei jedem Account für eine Domain kostenlos. Vollkommen ausreichend für unsere Zwecke.

uebersicht

Damit das Feature auch funktioniert, darf natürlich nichts an den DNS (Zonen-Details) von euch manuell umgestellt worden sein.

flex2

Die Einträge Update-URL, Domainname, Benutzer und Passwort benötigen wir.

Synology konfigurieren

Da wir hier individuell unterwegs sind, müssen auch individuelle Einstellungen auf der Synology NAS getroffen werden. Einfach lest ihr bitte woanders nach 😉
Als Grundlage dient die Firmware DSM 6.0.2-8451 Update 1. Auf den 5.0-Versionen hat diese Vorgehensweise auch funktioniert.

synology

Um FlexDNS unter dem externen Zugriff aufgelistet zu bekommen, ändern wir die Datei ddns_provider.conf im Ordner etc.defaults auf der Synology.
Folgendes Code am Ende der Datei mit Root-Rechten einfügen:

[FlexDNS]
        modulepath=DynDNS
        queryurl=ddns.do.de/nic/update?hostname=__HOSTNAME__&myip=__MYIP__&system=dyndns&wildcard=NOCHG&mx=NOCHG&backmx=NOCHG

Ab DSM 6.0 ist der Root-Zugriff per SSH unterbunden. Mit sudo -i könnt ihr euch per ssh  als root User anmelden und die Datei ddns_provider.conf ändern. In der Standard-Konfiguration lautet das Root-Passwort wie das des Benutzers admin.
Unter dem Menüpunkt „externe Zugriff“ / DDNS / Serviceanbieter könnt Ihr nun „FlexDNS“ auswählen und Domain,Benutzername und Passwort eintragen. Nun wird eure dynamische IP mit der Top-Level-Domain verknüfpt.

status

Status normal, aber keine Verbindung zum NAS

Auf die Konfiguration von Router/Firewall möchte ich hier nicht eingehen.
Gehen wir aber davon aus, Ihr habt alles korrekt konfiguriert, wundert euch aber warum Ihr nicht auf den NAS verbinden könnt.
Dies könnte an eurem Internet-Provider liegen. Schlechte Erfahrungen musste ich mit einem Unity-Media-Kabel-Anschluss (DS-Light) bereits 2014 machen. Ihr erhaltet zwar eine dynamische IP4-Adresse, die aber auf Portanfragen aus dem Internet nicht reagiert.
Das liegt daran, dass Kabelanbieter dazu übergehen IP6-Adresse an Ihre Kunden intern zu vergeben und mehrere Kunden sich eine IP4 Adresse teilen. Ein externer Zugriff auf eine IP4-Adresse kann einem Kunden nicht zugeordnet werden, somit wird die Verbindung trotz richtiger Konfiguration eures Routers unterbunden. Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich der Diskusion zu externen Zugriffen mit einem DS-Light Anschluss im Unity-Media-Forum anschließen.

 

 

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